Florian Bochtler

über den Künstler

Florian Bochtler arbeitet unabhängig, unerkannt – fernab jeder Öffentlichkeit. Er pocht auf absolute Unabhängigkeit, um unbeeinflusst vom Publikumsgeschmack seinen Emotionen, seinen Weltsichten, seinen Vorstellungen und Imaginationen freien Lauf zu lassen.

Bei der Umwandlung seiner Gedanken zu Bildwerken, spielten Lichtwirkungen sehr oft eine große Rolle – Licht in seiner schöpferisch-ästhetischen Dimension. Aber nicht grundsätzlich. Oft waren es auch die politischen, gesellschaftlichen oder ökologischen Ungereimtheiten unserer Zeit, die ihn bewegten und wofür er für sich ein Ventil suchte.
Dazu brauchte er im Sinne von Rilke sein „Alleinsein – das Mit-allen-sein“.

Schon als Kind schloss er sich am Wochenende in sein Zimmer ein, um, unerreichbar für Eltern und Geschwister, zu malen. So entstanden damals beispielsweise Nachtbilder vom Rhein und seinen rot-glühenden Hochöfen, die sich auf dem Wasser des Rheins spiegelten. Offensichtlich haben ihn Erzählungen dazu bewegt, denn in seiner schwäbischen Heimat gab es solche Bilder nicht.

Bereits damals als Kind haben ihn dramatische Ausdrucksformen des Lichts fasziniert: Gewitter mit starken Blitzen, Spiegelungen von Licht im Wasser, Vernebelungen, Verdunklungen und Strahlen des Lichts.

Als Jugendlicher baute er sein Zimmer im Elternhaus zur Jazz-Hölle aus: schwarze Wände, schwarzer Fußboden, schwarze Decke, schwarze Lautsprecher. Seine gelben, roten und blauen Lichtquellen bekamen so eine dramatische Wirkung.

 

Solch dramatische Ausdrucksformen von Licht konnte Florian Bochtler damals nicht auf Leinwand oder Papier malen. Fluoreszierende Farben und Schwarzlicht gab es noch nicht, geschweige denn die heutige LED-Lichttechnik. Daher wandte er sich anderen Berufen zu und beschränkte seine Maltätigkeit auf Perioden, in denen er große Krisen zu bewältigen hatte. Die Gestaltung von Bildwerken insbesondere mit Medien, die er nicht beherrschte, war für ihn einen Herausforderung ganz besonderer Art. Die Bewältigung solch unbekannten Terrains war zugleich seine Krisenbewältigung – oft mit überwältigendem Glücksgefühl.

Was dabei an Bildwerken entstand, war stets wichtig für den Künstler – nicht für andere. Es sind seine Bild-gewordenen Seins- und auch Jenseitserfahrungen, seine Seins-Sichtweisen, seine Weltsichten und seine Eindrücke. Je nach Stimmungslage sind die Werke einerseits hintergründig-traurig, philosophisch-ermahnend, kritisch-beklagend. Andererseits sind sie schöpfungs-ästhetisch – voller Farb- oder Lichtwirkungen.

Weil er nur für sich selbst bewusstseinsbildend Werke schafft und nie für irgend jemand anderen, konnte er sich bisher von keinem Bild trennen. Aber dann ist etwas geschehen, was er zunächst nicht überblicken konnte:
In den letzten zwei Jahren entdeckte Florian Bochtler modernste Licht – und Verspiegelungstechniken für seine Ideen und Vorstellungen. So konnte Florian Bochtler einerseits mit moderner Licht- und Verspiegelungstechnik unter Zuhilfenahme eines Schlosser- und Schweißermeisters seine Jugendträume von lichtdramatischen Kunstwerken verwirklichen, andererseits aber haben diese dreidimensionalen Werke einen hohen Raumbedarf und hohes Gewicht.

Das bedeutet, daß er sich von seinen Bildwerken trennen muß. Daher beauftragte er seinen langjährigen Freund, Jan Wildhagen aus Hamburg, mit dem Verkauf. Er, sowie Herr Schrader (Stahl-Art) sind für den Verkauf, Transport und Anbringung ansprechbar.

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